'Morganas erwählte Kinder - Die Magie der Ebene' habe ich via lovelybooks vor etlichen Jahren zur Rezension erhalten und da immer etwas dazwischen kam, tatsächlich erst im Dezember beendet.
KLAPPENTEXT: Die zwölfjährige Myriel ist aufgewachsen in der Gemeinschaft Morganas Erwählter Kinder, welche als Einzige die Klimakatastrophe überlebt hat. Seit frühester Kindheit wurde ihr eingetrichtert, wie schlecht die erste Menschheit war, dass deren niedere egoistische Triebe die Erde zugrundegerichtet und sich selbst mit in den Abgrund gerissen haben – mit Ausnahme von Morganas Erwählten Kindern. Morgana, die Göttliche Mutter, habe ihnen die letzte bewohnbare Insel der Erde geschenkt. Nun sei es an ihnen, diese letzte Chance zu nutzen und die schädlichen Triebe, die in jedem Menschen schlummern, zu überwinden, um sich selbstlos der Gemeinschaft und Morgana hinzugeben.
Wer nicht schafft, sich in die Gemeinschaft einzugliedern – weil er nicht bereit ist, seine egoistischen Bedürfnisse zugunsten der Allgemeinheit zurückzunehmen, oder aus anderen Motiven die Regeln bricht, wird verhaftet, verurteilt und verbannt. Was auf der außerhalb Morganas gänzlich verwüsteten Erde den sicheren Tod bedeutet.
Myriel ist ängstlich bemüht, ein gutes Kind zu sein, und darüber hinaus sogar besonders begabt. Sie hat die Ebene, ist fähig, auf magische Weise zu erfassen, was in anderen Menschen vorgeht. Diese Fähigkeit braucht man, um Vereinender zu werden, das sind Menschen, die weniger gute Kinder retten und ihnen den Weg zurück in den Schoß der Gemeinschaft ermöglichen. Dazu möchte Myriel ausgebildet werden.
Jetzt stehen für sie die Initialprüfungen an. Alle Zwölfjährigen Morganas reisen zum Anwesen der Gründereltern, wo sie überprüft und der ihnen bestimmten Aufgabe in der Gemeinschaft zugeführt werden. Am Ende schwören sie Morgana den Heiligen Eid – oder werden ausgesondert, wenn sie unfähig sind, sich in die Gemeinschaft einzufügen.
Obwohl Myriel das ja nicht befürchten muss, ist sie extrem aufgeregt.
Doch dann erkennt sie sich selbst nicht wieder. Weil da etwas in ihr erwacht ist, ein Sehnen, das mächtiger ist als alles, was sie je zuvor gespürt hat. Was hat diese Frau im roten Kleid an sich? Wie kann es sein, dass sie plötzlich ständig Regeln übertritt? Und ist es möglich, dass Norick, der Prüfungsleiter, ihr extra Fallen stellt, um sie am Ende auf die Liste der Auszusondernden setzen zu können?Wird dieses Sehnen sie vernichten? Oder schafft sie es, es zu unterdrücken und allen zu beweisen, dass sie nach wie vor das perfekte Vorzeigekind Morganas ist, das sie immer war?
Und ... will sie das überhaupt noch?
INHALT: Myriel ist ein auserwähltes Kind Morganas und darf so in einer aufopferungsvollen Gemeinschaft leben und sich selbst einbringen. Sie besitzt die Ebene, kann also ganz genau fühlen, was andere denken und sich mit anderen, die die Ebene ebenfalls besitzen, auch per Telepathie unterhalten. Nun stehen mit 12 Jahren die Initialprüfungen auf dem Plan, danach wird Myriel die Schule der Ebene besuchen und zur Vereinenden ausgebildet werden, sodass sie sich dann um problematische Kinder kümmern und aus ihnen wieder einen Teil der Gesellschaft machen kann. Doch plötzlich kitzelt Norik, der Schulleiter und gleichzeitig ein Vereinender, das schlechteste aus ihr heraus und möchte, dass Myriel auf seine Schule der Herausforderung kommt, in die problematische Schüler aufgenommen werden. Wird sie ihn davon überzeugen können, ihren vorbestimmten Weg weiter zu gehen?
MEINE MEINUNG: Das Buch ist in ziemlich lange Kapitel unterteilt, was leider nicht so ganz mein Ding ist, da ich so immer das Gefühl habe, ewig nicht voran zu kommen. Es ist im Präteritum geschrieben, was Gott sei Dank meine bevorzugte Zeitform ist, somit ließ es sich recht flüssig lesen. Die Idee einer dystopischen Welt, in der alles bis auf eine kleine Insel unwegsames Ödland ist, finde ich toll (wenn ich auch nicht erdacht, aber das macht nichts), mir war aber die ganze Gesellschaft und deshalb natürlich auch Myriel zu gottesfürchtig (Oder sollte ich es eher morganafürchtig nennen?). Manche Aktionen oder Denkweisen sind mir einfach zu extrem und haben immer wieder den Lesefluss etwas gestört. Alle Kapitel beginnen mit einem Auszug aus den Büchern um Morgana, geschrieben von Gründervater oder Gründermutter oder anderen wichtigen Leuten, hier war die Autorin wirklich kreativ, denn sie haben sich absolut real angefühlt und fast schon ein bisschen sektengleich. Insgesamt finde ich die Idee hinter dieser Geschichte wirklich cool und vielleicht sind Band 2 und 3 auch deutlich spannender, aber mir war der Auftakt hier einfach zu ruhig, sodass ich die anderen beiden Bände nicht mehr lesen werde.
FAZIT: Eine wirklich umfangreiche Welt, aus der man aber deutlich mehr rausholen könnte.



































