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Sonntag, 24. Oktober 2021

Buchrezension #210: Rainer Güllich - Picknick imZoo [Kurzgeschichte]

'Picknick im Zoo' habe ich am 21.10. in wenigen Minuten gelesen, da die Kurzgeschichte laut Amazon zwar mit 12 Seiten angegeben war, effektiv aber nur 4 hatte.

KLAPPENTEXT: Drei etwas resolute Damen wollen im Zoo ein Picknick veranstalten. Als sie ihre Zelte in der Nähe des Elefantengeheges aufschlagen, will sie der pflichtbewusste Tierpfleger von dort verjagen, da er befürchtet, die schwangere Elefantendame Sieglinde könnte eine Fehlgeburt erleiden. Doch die drei Damen wollen sich nicht eingestehen, dass ausgerechnet eine Elefantendame sensibler sein könnte als sie.



ERSTE SÄTZE: "Nun beeile dich aber mal, Luisa!" Die Frau in dem geblümten Kleid, das ihr wie eine Schleppe hinterherwehte, zog eine große Stofftasche über den Boden. Der Inhalt der Tasche verteilte sich gleichmäßig über den frisch gemähten Rasen. Sie bemerkte den Verlust ihrer Utensilien nicht.


KOMMENTARE: -


Verlag: booksnacks | Seiten: 4 | Preis: 1,49€ als eBook | Genre: Humor | Ersterscheinungsjahr: 2017 | Originaltitel: Picknick im Zoo | ASIN ‏ : ‎ B074W78VH3



INHALT: Luisa, Gabriele und Frieda treffen sich im Zoo zu einem gemeinsamen Picknick, dort suchen sie sich ein schönes Plätzchen in der Nähe des Elefantengeheges. Doch der Tierpfleger Jens Mackenbertel ist davon nicht begeistert, denn die 3 Frauen sind ziemlich laut und die Elefantenkuh Sieglinde hochschwanger, ihr letztes Kalb war aufgrund lauter Jugendlicher beinahe eine Fehlgeburt. Doch die 3 Frauen wollen nicht so recht einsehen, dass sie das Leben des ungeborenen Elefantenbabys gefährden könnten.


MEINE MEINUNG: Kurzgeschichten, die ca. 20-50 Seiten haben, finde ich ab und zu ganz entspannend. Da die Geschichte hier allerdings lediglich 4 Seiten umfasste, finde ich es wirklich schwer, sie überhaupt zu bewerten, denn so schnell sie begonnen hat, so schnell war sie auch wieder vorbei. Generell war das Ende auch nicht wirklich überraschend und die Charaktere allesamt umsympathisch. Kann man mal lesen, muss man aber definitiv nicht und hätte ich dafür tatsächlich 1,49€ ausgegeben, wäre ich mir definitiv verarscht vorgekommen.


FAZIT: Viel zu kurz, um zu überzeugen.






Habt ihr schon etwas von Juna Grey gelesen?

Donnerstag, 28. Mai 2020

Buchrezension #132: Elfriede Vavrik - Nacktbadestrand

'Nacktbadestrand' habe ich vor einigen Jahren im Bücherregal meiner Mutter entdeckt und da sie das Buch ganz gut fand, hab ich es für mich mitgenommen. Eigentlich hätte ich die wenigen Seiten ziemlich einfach in 2-3 Tagen lesen können, da ich aber doch mit anderen Dingen beschäftigt war, habe ich dafür vom 18.05.-24.05. gebraucht.


KLAPPENTEXT: Als die 79-jährige Elfriede wegen Schlafstörungen einen Arzt aufsucht, rät ihr dieser: »Suchen Sie sich einen Mann.« Die alte Dame ist zunächst skeptisch, tastet sich dann jedoch ins Liebesleben zurück, das bald turbulenter und intensiver wird, als es für sie je war. Nacktbadestrand ist eine überraschende, provokante und wahre Geschichte über Lust, Phantasien und Beziehungsängste im Spätherbst des Lebens.


ERSTE SÄTZE: Unter meinem Fenster blühten zwei Kirschbäume. Ich hatte Durst. Es war Mittag, und die Sonne hatte durch einen Spalt zwischen den Vorhängen das Zimmer aufgeheizt. Ich trat mit den verschwitzten Füßen die Decke vom Bett. Dann blieb ich einige Zeit lang liegen und sah auf die Zimmerdecke.



KOMMENTARE:
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Verlag: ullstein | Seiten: 188 | Preis: 9,99€ als TB, 6,99€ als eBook, 10,00€ als HB, 19,95€ als HC | Genre: Humor, Biographie | Ersterscheinungsdatum: 2010 | Originaltitel: Nacktbadestrand | ISBN: 978-3-548-28297-8




INHALT: Elfriede Vavrik ist 79 und hat zwei ziemlich turbulente, unglückliche Ehen hinter sich, an die sie nur durch ihre drei Söhne halbwegs positiv zurück blicken kann. Seit einiger Zeit stören sie Schlafstörungen, welchen sie nur entgegen wirken kann, wenn sie sich selbst mithilfe des Griffes einer Gartenschaufel befriedigt.
Sie beschließt, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und möchte sich von einem Arzt ein Schlafmittel verschreiben lassen. Diesem erzählt sie allerdings auch, dass sie schlaflose Nächte nach einem Orgasmus nicht mehr plagen und so rät er ihr, sich einen Mann zu suchen, der sie sexuell befriedigen kann. Kurz darauf gibt sie eine erste Anzeige in der Zeitung auf und schnell erhält sie einige Briefe fremder Männer. Einige kann sie sofort wieder aussortieren, andere wecken ihr Interesse, weswegen sie schon bald dem ersten Mann begegnet.
Sie erzählt hier aus ihrem Sexualleben, dass 40 Jahre nach ihrer 2. Ehe erst so richtig beginnt, denn mit ihren beiden Ehemännern hatte sie nie Spaß an der Sache. Nach und nach probiert sie immer mehr aus und bemerkt schnell, dass Männer über 50 überhaupt nichts für sie sind. Zwischendurch ist das Buch auch noch gespickt von erotischen Geschichten, die Elfriede schon vor diesem Buch verfasst hat

MEINE MEINUNG: Als meine Mutter mir das Buch empfohlen hat, meinte sie zu mir, dass es ganz lustig sei, weswegen ich eher ein humorvolles Buch einer rüstigen Rentnerin erwartet habe, die aus ihrem Leben erzählt (Klappentexte lese ich grundsätzlich nie). Nachdem es aber schon auf Seite 2 das erste Mal zur Sache ging, war mir klar, dass sich meine Mama wohl etwas vertan hat. Zu Beginn hat mir der trockene Schreibstil nicht gefallen, irgendwann fand ich ihn aber tatsächlich ziemlich angenehm. Ihre Entscheidungen kann ich tatsächlich nicht immer gut heißen, allerdings war das Buch für zwischendurch tatsächlich ziemlich unterhaltsam. Da es sich hier aber um eine Art Autobiographie handelt, fehlte natürlich etwas die Spannung, deshalb kann man der Autorin aber natürlich keinen Vorwurf machen. Auch die erotischen Kurzgeschichten sind tatsächlich nicht zu verachten, einer fast 80-jährigen Frau hätte ich sowas definitiv nicht mehr zugetraut.


FAZIT: Wer gerne mal eine andere Sichtweise auf alte Leute bekommen möchte und überrascht werden will, ist hier genau richtig.





Kennt ihr noch mehr Bücher, in denen man spielerisch eine Fremdsprache üben kann?


Mittwoch, 27. Mai 2020

Buchrezension #131: Tessa Hennig - Kann Gelato Sünde sein?

'Kann Gelato Sünde sein?' habe ich über vorablesen als Rezensionsexemplar erhalten. Da ich es als eBook gelesen habe, hab ich dafür vom 01.05.-18.05. gelesen. Es hatte aber, im Gegensatz zu den meisten anderen Büchern, die ich diesen Monat gelesen habe, deutlich mehr Seiten.




KLAPPENTEXT: Ein kleines Dorf in Kalabrien droht von der Landkarte zu verschwinden: Immer mehr junge Leute ziehen in die Stadt. Um sein schönes Dorf zu erhalten, verbietet der Bürgermeister den Bewohnern kurzerhand das Sterben. Statt Pizza und Gelato gibt es Rohkost und Morgengymnastik. Die älteren Herrschaften sind nicht amüsiert. Doch es naht Rettung, denn ausgerechnet in diesem Dorf will Emilia Bäumle die Italiener von den Vorzügen ihrer Schwarzwälder Kirschtorte überzeugen. Kurz vor der Rente soll der Traum von einer eigenen Konditorei wahr werden. Emilias Tochter Julia, die sich mit einem Agriturismo-Betrieb selbstständig machen will, ist von der Idee allerdings wenig begeistert, der Bürgermeister erst recht nicht. Doch was sich Emilia einmal in den Kopf gesetzt hat, zieht sie auch durch …





ERSTE SÄTZE: "Buongiorno. Sono Francesca Lombardi", rief Emilia bereits zum dritten Mal dem in die Jahre gekommenen Laptop zu. Er stand direkt neben ihr auf der Arbeitsplatte, wo sie gerade den Teig für die Schwarzwälder anrührte. "Lombardi" war natürlich glatt gelogen, denn sie hieß Bäumle, doch ihren richtigen Namen kannte das Online-Lernprogramm für Italienisch naturgemäß nicht.



KOMMENTARE:
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Verlag: ullstein | Seiten: 368 | Preis: 9,99€ als TB, 8,99€ als eBook | Genre: Humor, Liebe | Ersterscheinungsdatum: 2020 | Originaltitel: Kann Gelato Sünde sein? | ISBN: 978-3-548-06140-5








INHALT: Emilias Tochter Julia möchte Lehrerin werden und beschließt ein Auslandssemester in einer Kleinstadt in Kalabrien anzutreten. Dort lernt sie auch Francesco kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn und bemerkt schon nach kurzer Zeit, dass ein Lehramtsstudium doch nichts für sie ist. Allerdings kann sie sich sehr für Francescos Agriturismo-Idee auf seinem Grundstück inklusive traumhafter Olivenhaine begeistern.
Emilia weiß von alledem noch nichts,  hat aber beschlossen, ihre Tochter anlässlich ihres eigenen Geburtstages in Italien zu besuchen. Als sie endlich auf dem Campus ankommt, muss sie allerdings erfahren, dass sich ihre Tochter nur noch selten in der Universität blicken lässt und macht sich deshalb dank eines Tipps ihrer Kommilitoninnen auf den Weg in das kleine Dorf Pizzo. Dort angekommen, lernt sie nicht nur das neue Leben ihrer Tochter kennen, sondern verliebt sich auch noch in eine alte Bäckerei. Der Bürgermeister Gaspare möchte Pizzo zum ältesten Dorf  Kalabriens machen, weshalb er Emilia einige Steine in den Weg legt, doch diese glaubt an ihren Traum von einer kleinen Bäckerei und dabei bekommt sie neben ihrer Tochter und Francesco auch noch Unterstützung von Arturo, dem Bestatter Pizzos.




MEINE MEINUNG: Der Schreibstil war vor allem zu Beginn des Buches doch etwas sperrig und auch ziemlich distanziert, später gab es aber eine Besserung. Für alle, die etwas italienisch lernen möchten oder schon einmal Gelerntes aufbereiten möchten, ist dieses Buch tatsächlich nicht schlecht, denn Einiges wird auf Italienisch geschrieben und, falls nötig, im Nachhinein im Verlauf der Geschichte zusätzlich übersetzt.
Für mich war gerade die Sache mit den Sprachen aber etwas unglaubwürdig, denn zufällig sprachen alle wichtigen Personen perfektes Deutsch, einen Dolmetscher benötigte Emilia also so gut wie nie.
Für mich waren vor allem Emilia und Arturo ziemlich sympathisch, mit Francesco und Julia konnte ich nicht so viel anfangen. Vor allem Emilias Tochter wirkte sehr undankbar, da sie ständig nur daran dachte, dass sie Geld, welches ihre Mutter für die Bäckerei ausgibt, ja nicht mehr selbst nutzen kann. Gaspare war ebenfalls nicht sympathisch, allerdings sollte er auch unfreundlich rüberkommen, seine Mutter hingegen fand ich wiederum toll.
Das Ende war ab ca. der Mitte des Buches vorhersehbar, weshalb ich mich auch etwas zwingen musste, weiterzulesen.






FAZIT: Wer sein italienisch mit einer leichten Sommergeschichte mit etwas Spannung aufbessern will, wird an diesem Buch seine Freude haben.











Kennt ihr noch mehr Bücher, in denen man spielerisch eine Fremdsprache üben kann?