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Donnerstag, 26. Oktober 2023

Buchrezension #294: Matilda Best - Imala und Amarok [unbezahlte Werbung]

Heute kommt wieder mal eine Buchrezension. Für 'Imala und Amarok' hab ich tatsächlich wieder 45 Tage gebraucht, so richtig voran komm ich  aktuell irgendwie nicht mit meinen Büchern. Das Buch habe ich via lovelybooks als Rezensionsexemplar bekommen.

KLAPPENTEXT: Das Recht des Stärkeren gilt schon heute.Und mehr denn je in 300 Jahren: Die letzten Menschen einer zerstörten Erde haben immer noch nicht aus ihren Fehlern gelernt.

Amarok, eine Künstliche Intelligenz in einem Raumschiff, beobachtet diese letzten Menschen im Norden der Erdhalbkugel. Eines Tages greift er ein und rettet die siebzehnjährige, hochschwangere Imala. Wegen ihr und ihrem Sohn will er die Menschheit retten.

Die magischen WÖLFE des nahen Waldes sind härter als jeder Mensch, weise und gerecht. Mit ihrer Hilfe überwindet Imala ihr Trauma, wird zur starken Wolfsfrau und bereit für eine große Aufgabe.

Tauche ein in diese mystische und dystopische Welt, lass dich verzaubern von Imalas Abenteuern und ihrem Kampf für eine bessere Zukunft.Ein Science-Fantasy-Roman, der dich in die Seelen von Menschen und Tieren blicken lässt – und in eine mögliche Zukunft.

ERSTE SÄTZE: Das Display leuchtet auf. March 2320: update in short order.
Sein Datenspeicher hatte das Update sowieso schon angekündigt und deshalb war es unnötig, dass der Monitor jedes Jahr auf das Update hinwies, und zwar in einer Sprach, die Englisch hieß.

KOMMENTARE: -

Verlag: tredition | Seiten: 264 | Preis: 4,99€ als eBook, 14,00€ als TB | Genre: Science Ficition, Fantasy | Ersterscheinungsjahr: 2022 | Originaltitel: Imala und Amarok




INHALT: Die Welt im Jahre 2320 ist ziemlich öd und unwirtlich, der Großteil der Erde ich nicht mehr bewohnbar und dort, wo sich noch Menschen zu Dörfern zusammenfinden, herrscht ein extremer Patriarchalismus, die Frauen werden reihenweise vergewaltigt. So auch Imala, die zurückgezogen mit ihrer Oma lebt. Diese verstirbt nach einiger Zeit an Altersschwäche und weil Imala sie nicht verlassen möchte, ist auch sie dem Tod geweiht.
Dieser wird durch Amarok, eine künstliche Intelligenz in einem Raumschiff, verhindert und fortan versuchen die beiden, einen Ort für Imala zu finden, an dem sie friedlich leben kann. Diesen findet sie in einem Wald, der von Wölfen beherrscht wird, Unterschlupf findet sie bei Nanook, dem Leitwolf, der sie als die Amme für seine Welpen ansieht, nachdem seine eigene Partnerin verstorben ist. Doch dann muss Imala aus dem Wald verschwinden und macht sich mit Amarok auf, einen fremden Planeten, zu dem vor mehreren hundert Jahren ein Teil der Bevölkerung ausgewandert sein soll, zu finden. Was wird sie dort erwarten?

MEINE MEINUNG: Imala und Amarok kannten die meisten anderen Leser der Leserunde schon von der Anthalogie 'Sternenglut - Galaxie der Abenteuer'. Auch dazu gab es eine Leserunde und genau diese Geschichte kam damals so gut an, dass jetzt auch noch ein ganzes Buch über das Inuitmädchen und die KI veröffentlicht wurde.
Imala ist zunächst ein verängstigtes Mädchen, Amarok erkennt aber schnell ihr Potenzial, wodurch sie zu einer intelligenten, starken Persönlichkeit heranwächst.
Amarok selbst wurde von vielen in der Leserunde als sehr manipulativ empfunden. Würde so etwas im Klappentext stehen, hätte ich aber einen ganz anderen Verlauf der Geschichte erwartet und wäre etwas enttäuscht gewesen. Für mich hat Amarok einfach sehr rational gehandelt, was ich bei einer allwissenden KI (zumindest beinahe, da Amarok durch den Zusammenbruch der Erde ja nicht dauerhaft an neues, sich weiter entwickelndes Wissen gelangen kann, sondern nur an bestehendes) aber nicht so abwegig finde.
Die Beziehung zwischen den beiden war wirklich sehr intensiv, man merkte, dass Amarok zu einem Mentor für Imala wurde.
Die starke Verbundenheit zu den Wölfen wurde sehr schlüssig dargestellt, war mir ab einem bestimmten Punkt doch etwas zu abstrus.
SPOILER: Die Wölfe auf der Erde haben teilweises die Fähigkeit, mit Menschen zu reden. Dies ist zurückzuführen auf ein Atomunglück in der Vergangenheit und diesen Punkt fand ich auch noch ganz schlüssig. Auf dem neuen Planeten, den Imala besucht, gibt es aber ebenfalls Wölfe. Diese können noch viel intensiver mit Imala kommunizieren, der Leitwolf, Thor, hat sogar die Fähigkeit, Imala in einen Trancezustand zu versetzen und verändert dadurch ihr und somit auch das Erbgut ihres zukünftigen Kindes. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Fantasy, ich liebe Science Fiction und da ich Biologie mit Schwerpunkt auf Genetik studiert habe, liebe ich vor allem alles, das mit dem Genom zu tun hat, aber irgendwie war das alles doch zu sehr an den Haaren herbei gezogen.


FAZIT: Die Idee, mit den Wölfen kommunizieren zu können, fand ich super, die Umsetzung war aber irgendwann doch zu sehr gewollt in Richtung Science Fantasy gelenkt.



Mögt ihr die Mischung aus Science Fiction und Fantasy?

Mittwoch, 31. Mai 2023

Buchrezension #281: Kadlin Mallet - Vitawatch! Suche: Erdbeere (Kurzgeschichte) [unbezahlte Werbung]

  Die letzte Rezension ist ja schon ein paar Tage her, aber nach 42 Tagen konnte ich endlich mal wieder ein Buch beenden.

KLAPPENTEXT: Die Stadt ist sicher, postuliert die Groß-KI.

Die Stadt beherbergt alles, was du benötigst. Vergiss die Welt außerhalb der Mauern. Vergiss, was sie dir in Wut und Sturm einst antat - und du ihr.

Die Welt vor den Toren der Stadt hingegen ist eine andere: Frei und wild nachdem sie lange Zeit unberührt geblieben war. Die einzigen Menschen, die sie betreten: die Researcher.
Edwin ist einer von ihnen. Ein junger Träumer, der nach den Sternen greifen will, und doch an alles glaubt, was in den Büchern der alten Bibliothek geschrieben steht - sehr zur Belustigung seiner Kollegen. Als er in einem Buch jedoch auf einen Hinweis auf eine lang verschollene Pflanze stößt, scheint sich das Blatt zu wenden. Die Erdbeere ist alles, was er braucht, um alle von sich zu überzeugen. Und doch gibt es ein Problem: Niemand will so recht an ihre Existenz glauben - Beere und Nuss? Das kann es nicht geben!

Kann Edwin die anderen Researcher vom Gegenteil überzeugen? Kann er die Erdbeere finden?


ERSTE SÄTZE: Und als das Wetter unberechenbar geworden war, die Kriege um die letzten sicheren Orte der Welt ausgefochten, und die Wüste dort, wo einst das Leben florierte, scharte die Groß-KI die hellsten Köpfe um sich und ließ eine letzte Bastion erbauen, die die Menschheit retten sollte - vor sich selbst, vor ihrem Tun.

KOMMENTARE: -

Verlag: tredition | Seiten: 91 | Preis: 2,99€ als eBook | Genre: SciFi | Ersterscheinungsjahr: 2022 | Originaltitel: Vitawatch! Suche: Erdbeere




INHALT: Edwin lebt unter einer Kuppel, die von einer Groß-KI gesteuert wird. Innerhalb der Kuppel gibt es alles, was man zum Überleben braucht und doch lechzen die Bewohner ab und zu nach Dingen aus der alten Welt. Aus diesem Grund gibt es etliche Forschungsstätten, in denen sich die sogenannten Researcher mithilfe alter Schriften aus Bibliotheken auf die Suche nach lange verschollenen Pflanzen und Lebensformen machen. Edwin ist einer von ihnen, doch nachdem sich vor kurzem seine Entdeckung der Lebensform 'Elfen' als falsch herausgestellt hat, will niemand ihm so recht glauben, dass die Erdbeere, die botanisch zu den Nüssen gehören soll, existiert. Sein Institutsleiter beschließt trotzdem, ihn für 2 Wochen hinter die Mauern zu lassen. Edwin soll so etwas realitätsnaher arbeiten und nach neuen Pflanzen suchen können, doch  dieser setzt sich über den klaren Befehl hinweg und versucht dennoch, die Erdbeere zu finden...

MEINE MEINUNG: Der Titel dieser Kurzgeschichte mag etwas seltsam erscheinen, doch eigentlich passt er wirklich gut zur Geschichte. Die ganze Welt ist digitalisiert und jeder besitzt eine Vitawatch, eine Uhr, mit der man einfach alles Mögliche steuern kann. Edwin als Charakter war aufgrund der Kürze der Geschichte natürlich etwas oberflächlich und ich hätte mir manche Punkte etwas ausführlicher beschrieben gewünscht, im Großen und Ganzen war die Geschichte aber eine schöne, kurze Abwechslung zu meinen anderen Büchern, die zur Zeit hauptsächlich dem Genre High Fantasy entstammen (versteht mich nicht falsch, ich liebe dieses Genre, aber ab und zu was anderes ist auch schön).
Die Welt hat mir generell sehr gut gefallen, ich könnte mir gut vorstellen, dass es noch mehr Kurzgeschichten mit anderen Personen des Institutes schreiben könnte oder vielleiht sogar ein vollwertiges Buch.

FAZIT: Eine interessante Kurzgeschichte in einem coolen Universum, die Stoff für mehr Teile liefern würde.



Mögt ihr es, wenn Genre gemixt werden?

Donnerstag, 25. Februar 2021

Buchrezension #175: Mario Schenk - Von Magie und Unsterblichkeit-Die Wächter von Andalon [Von Magie und Unsterblichkeit 1]

'Die Wächter von Andalon' habe ich über vorablesen vom Verlag zusammen mit dem 2. Teil der Trilogie als Reziexemplare erhalten. Mit dem Buch habe ich schon am 21.01. begonnen, leider wurde es aber erst am 24.02. beendet.

KLAPPENTEXT: Nur die Weltenwanderin Iris ahnt, dass eine fremde Rasse, die vor Jahrtausenden das magische Inselkönigreich Andalon vernichtete, für das rätselhafte Massensterben weltweit verantwortlich ist. Die Kreaturen sammeln im Verborgenen ihre Kräfte, um diesmal die gesamte Menschenwelt an sich zu reißen. Allein den neun wiedergeborenen Wächtern Andalons kann es gelingen, sie aufzuhalten. Doch kaum jemand weiß um die wahren Geschehnisse damals und wie es gelang, die Invasion zu beenden. Susan ist eine dieser neuen Wächter. Die Bestimmung in Einklang mit der Schule, Familie und ihren Freund zu bekommen, stellt gerade für sie eine besondere Herausforderung dar. Sie betrifft dieser schier aussichtslose Kampf nämlich weitaus mehr, als sie zunächst befürchtet. 


ERSTE SÄTZE: Eine Gestalt torkelte durch das Zwielicht des nach Feuer riechenden Schlachtfelds. Die tiefschwarze Kutte war von Schmutz und Rissen übersät und die Kapuze hing in Fetzen über den Schultern. Angetrocknetes Blut von einer glitzernden Stirnwunde bedeckte die linke Gesichtshälfte.


KOMMENTARE: -

Verlag: tredition | Seiten: 364 | Preis: 14,99€ als TB, 22,99€ als HC, 2,99€ als eBook | Genre: Urban Fantasy | Ersterscheinungsdatum: 2020 | Originaltitel: Von Magie und Unsterblichkeit | ISBN: 978-3-347-17406-1





INHALT: Susan ist 17 Jahre alt und lebt in Deutschland. Als sie nach einem feuchtfröhlichen Abend in einer Bar von ihren Freundinnen verabschiedet und sich alleine auf den Heimweg macht, wird sie plötzlich von mehreren Männern sexuell belästigt. Doch wie aus dem Nichts taucht ein Unbekannter auf und verschwindet, nachdem er die Täter vertrieben hat, auch sofort wieder. Kurze Zeit später wird Susan von einem seltsamen Wesen angegriffen. Eine unbekannte Frau rettet sie, indem sie etwas auf das Wesen wirft. Dieses Etwas entpuppt sich als magischer Splitter, der in Susans Kopf eindringt. Mit schweren Folgen, denn Susan ist eine wiedergeborene Wächterin von Andalon, die die Menschheit vor magischen Wesen beschützen soll. Kurze Zeit später lernt sie auch die Wiedergeburten anderer Wächter kennen und gemeinsam übt die ungleiche Gruppe, um die Finsternis dieses Mal vollends zu zerstören.


MEINE MEINUNG: Auf das Buch hab ich mich sehr gefreut, da ich Urban Fantasy wirklich gerne mag. Leider kam dann aber doch schnell die Ernüchterung. Grammatikalisch sind leider oft Fehler enthalten, Namen werden immer wieder anders geschrieben. Die Sprache ist, obwohl ziemlich einfach, irgendwie trotzdem unheimlich sperrig. Vor allem Stephanie, die ein vorlautes, cooles Mädchen darstellen soll, hat mit extrem übertriebenen Kraftausdrücken in fast jeden Satz ziemlich genervt. Ein Großteil des Buches bestand aus absolut nicht nachvollziehbarem Teenie-Drama, die Kampfszenen plätscherten so dahin und es baute sich überhaupt keine Spannung an. Die Magie, die die Wächter nach einiger Zeit wirken können, nahm leider nur einen kleinen Teil der Geschichte ein, hier hätte ich gerne ausführlichere Beschreibungen gelesen.
SPOILER:
Das Ende war leider auch absolut verwirrend, eigentlich sind alle Wächter gestorben und auch ihre Seelen, plötzlich war Susans Seele aber doch wieder lebendig und hat irgendwie den Anführer der feindlichen Gruppe besiegt. Keine Ahnung, wie das funktioniert hat, dazu gab es keine Erklärung. Das Ende wirkte also leider so, als ob der Autor am Ende keine schlüssige Erklärung mehr auf Lager hat.


FAZIT: Leider eine ziemlich unterdurchschnittliche Fantasygeschichte, Teil 2 werde ich mir leider sparen.

 



Mögt ihr generell Urban Fanatsy?