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Freitag, 7. November 2025

Buchrezension #342: Tibor Rode - Animal - Sprich oder stirb [unbezahlte Werbung]

 'Animal - Sprich oder stirb' habe ich via wasliestdu zur Rezension erhalten und eigentlich schon vor einer ganzen Weile (Ende September) in knapp 2 Wochen gelesen.

KLAPPENTEXT: Endlich darf der aufstrebende Anwalt Ben Lorenz für eine renommierte Hamburger Großkanzlei seinen ersten Fall vor Gericht verhandeln.

Der Mandant: ein großer Agrarkonzern.

Die Klage: auf Freilassung

Die Klägerin: Rosa – ein deutsches Edel-Schwein!

Spätestens jetzt ist Ben klar, warum man ihm als Frischling den Fall übertragen hat. Da Tiere nach dem Gesetz wie Sachen behandelt werden und keine Rechtsfähigkeit besitzen, ist die Klage rein symbolischer Natur – sein Mandant, der Agrarkonzern, kann den Fall gar nicht verlieren.

Was Ben nicht weiß: Auf der Gegenseite arbeitet bereits ein internationales Forscherteam unter Hochdruck daran, mithilfe künstlicher Intelligenz die Kommunikation mit Tieren zu entschlüsseln – ein Durchbruch, der alles verändern könnte. Der Anwaltsveteran Rabenstein und seine Assistentin Enna, eine engagierte Tierschutzaktivistin, sind überzeugt: Wenn es gelingt, Rosas Stimme hörbar zu machen, besteht eine reale Chance, den Prozess zu gewinnen.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – während mächtige Gegner alles daransetzen, genau das zu verhindern. Denn eine Welt, in der Tiere sprechen können, bedroht mehr als nur ein Geschäftsmodell.
Und Ben begreift, dass er auf der falschen Seite steht …


KOMMENTARE:
»"Animal" ist ein fesselnder und gut recherchierter Thriller, der sich nur schlecht aus der Hand legen lässt. Ein echter Pageturner.«
-WDR 2 Lesen-

»Wissenschaftlich fundiert! Hochspannend!«
-TV Hören und Sehen-

»Filmreifer Techno- und True-Science-Thriller mit Tiefgang und gedanklicher Sprengkraft.«
-medien-info.com-

Verlag: Droemer | Seiten: 477 | Preis: 12,99€ als eBook, 18€ als PB, 23,23€ als HB | Genre: Science Thriller | Ersterscheinungsjahr: 2025 | Originaltitel: Animal - Sprich oder stirb


INHALT: Ben Lorentz ist Anwalt, durfte bisher aber keinen Klienten vor Gericht verteidigen, das hat immer sein Vorgesetzter Winterfeld gemacht. Der Fall scheint einfach: es wird im Namen eines Schwein vor Gericht für dessen Freilassung geklagt. Da Tiere rechtlich keine Personen sind, können diese auch nicht klagen, wodurch die Anklage von vornherein haltlos ist. Doch Bens Kontrahent ist ein sehr erfahrener Anwalt und dieser schafft es doch tatsächlich, den Richter ins Grübeln zu bringen, sodass der Prozess vertagt wird. Zu Beginn scheint die Sachlage immer noch klar zu sein, doch dann wird auch Ben zum Nachdenken versetzt und eine Reihe von Verstrickungen, Gefahren und Intrigen reihen sich aneinander.

MEINE MEINUNG: Manche Themen catchen mich sofort und eines davon ist künstliche Intelligenz. Sobald ein Buch dieses Thema im Klappentext erwähnt, bin ich sofort Feuer und Flamme und will es unbedingt lesen. Das war auch bei diesem hier der Fall, sogar schon vor der Bewerbung auf ein Freiexemplar habe ich es auf meine Wunschliste gesetzt gehabt. KI ist hier natürlich nicht das Hauptthema, aber wird doch immer wieder angeschnitten, dabei relativ einfach, sodass wirklich jeder, der gerne wissenschaftliche Thriller im Allgemeinen liest, damit gut klar kommen sollte. Wie das bei solchen Büchern meist der Fall ist, gibt es zunächst viele verschiedene Erzählstränge, die sich nach und nach ineinander fügen. Diese waren für mich klar strukturiert und unterteilt, sodass ich keine Probleme hatte, dem Buch zu folgen. Der Schreibstil war super flüssig und für mich war das Buch seit Langem mal wieder ein richtiger Pageturner, zu dem ich wirklich sehr gerne gegriffen habe. Es war vielleicht nicht an allen Stellen zu 100% realistisch (hauptsächlich die Verhandlung am Ende), aber darüber konnte ich hinweg sehen, weil es mich wirklich fantastisch unterhalten hat.

FAZIT: Ein wirklich spannender, schnelllebiger Thriller, der wirklich mal ein komplett neues Thema beschreibt.




Mögt ihr Science Thriller?

Donnerstag, 2. September 2021

Buchrezension #202: Kristina Engel - Ein Koffer voller Schönheit-Sie brachten Glanz und Glamour ins Haus

'Ein Koffer voller Schönheit' wurde mir via vorablesen vom Verlag zu Verfügung gestellt. Insgesamt wurde es vom 16.08-27.08. gelesen.

KLAPPENTEXT: Reisende in Sachen Schönheit:

Kristina Engels historischer Roman aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt die Geschichte der ersten deutschen Avon-Beraterin zwischen Wirtschaftswunder und häuslicher Enge.

Ende der 50er Jahre ist eine Fernsehtruhe oder gar ein Auto für viele Deutsche noch ein ferner Traum. Umso begehrter sind die kleinen Dinge, die das Leben schöner machen.
Wie sehr sich gerade die Hausfrauen nach ein wenig Luxus und Leichtigkeit sehnen, weiß Anne Jensen genau. Immerhin geht es ihr selbst nicht anders, seit ihr geliebter Mann Benno sich beim Aufbau seines Geschäfts immer weiter von ihr zurückzieht. Was ist aus der großen Liebe geworden, die sie beide alle Prüfungen von Krieg und Nachkriegszeit hat überstehen lassen?
Da entdeckt Anne eine Anzeige des amerikanischen Kosmetik-Herstellers Avon: Liebend gerne würde sie als Avon-Beraterin mit Puder und Parfum den Glanz der weiten Welt in deutsche Haushalte bringen. Doch ist sie auch bereit, für diese Freiheit ihre große Liebe aufzugeben?


ERSTE SÄTZE: Anne krallte ihre Finger um das eisige Lenkrad.
"Bitte, lass mich nicht im Stich!", flehte sie und trat vorsichtig aufs Gas. Der Viertaktmotor gab daraufhin ein leise rasselndes Geräusch von sich. Immerhin - es klang nicht mehr wie das letzte Gurgeln einer absterbenden Maschine.


KOMMENTARE: -


Verlag: Droemer | Seiten: 428 | Preis: 10,99€ als TB, 4,99€ als eBook, 4,95€ als HB | Genre: Historik | Ersterscheinungsjahr: 2021 | Originaltitel: Ein Koffer voller Schönheit-Sie brachten Glanz und Glamour ins Haus | ISBN: 978-3-426-30835-6



INHALT: Anne Jensen lebt mit ihrem Mann Benno und den Zwillingen Lily und Leo im Lüneburg der 50er Jahre. Benno besitzt eine Schreinerei, Anne ist Hausfrau und erzieht die Kinder. Doch ihre Schwiegermutter, die Frisörin Margarethe, animiert sie in letzter Zeit immer mehr dazu, aus sich einen selbstständigen und selbstbestimmten Menschen zu machen. Sie macht Anne das Angebot, als Avon-Beraterin die Produkte der amerikanischen Marke in Deutschland zu vertreiben, doch Anne ist sich unsicher, ob sie Kinder, Haushalt und Job unter einen Hut bringen kann. Noch dazu kriselt es in ihrer Ehe mit Benno, der sich immer mehr zurückzieht und plötzlich auch noch mit einem früheren Bekannten ein Möbelhaus eröffnen will. Dass zu dieser Zeit die Frau eine Zustimmung des Mannes benötigt, um einen Job antreten zu können, macht die Sache nicht einfacher, denn Benno beharrt strikt auf früheren Denkmustern.


MEINE MEINUNG: Historische Romane lese ich eigentlich nie (das einzige Buch in dieser Richtung war bisher wohl Teil 1 der 'Sieben Schwestern'-Reihe), hier hat mich allerdings der Aspekt der Kosmetik gelockt, da ich mich privat sehr für diese Thematik interessiere. Die Stellen, in denen es um Kosmetik ging, mochte ich auch wirklich gerne, leider waren sie mir einfach zu wenig vorhanden. Die Personen sind allesamt gut ausgereift und vor allem die taffe Schwiegermutter Margarethe mochte ich unheimlich gerne, als die Zwillinge älter wurden, fand ich auch sie interessant ausgearbeitet. Benno, der sehr rechthaberisch und dominant ist und Anne, die immer genau das Gegenteil macht oder sagt, was sie eigentlich machen/sagen will und andauernd versucht, es Benno recht zu machen, fand ich allerdings beide nicht wirklich sympathisch.
Die Geschichte selbst besitzt einige Dramen und auch mehrere Höhepunkte, die Spannung wurde gelungen aufgebaut und entlud sich am Ende. Generell mochte ich hier das Ende, nicht wie bei vielen anderen Büchern, ziemlich gerne.
Schreibstil sowie Rechtschreibung und Grammatik waren bis auf ein paar Flüchtigkeitsfehler, die aber nicht großartig gestört haben, gut und flüssig.


FAZIT: Für Liebhaber historischer Romane, die auch einen Hauch Kosmetik mögen, ein tolles Buch.




Mögt ihr historische Romane?

Mittwoch, 7. Juli 2021

Buchrezension #192: Michael Crichton - Jurassic Park-Dino Park [Jurassic Park 1]

'Jurassic Park-Dino Park' habe ich am 11.06. begonnen und am 05.07. erst beendet. Obwohl es mir super gefiel, hatte ich knapp 2 Wochen einfach generell nicht viel Lust zu lesen.


KLAPPENTEXT: Jurassic Park , ein Vergnügungspark mit lebenden, geklonten Dinosauriern auf einer kleinen Insel vor Costa Rica steht kurz vor der Eröffnung. Diesen Triumph der Gentechnologie will der amerikanische Unternehmer Hammond mit Fachleuten und Freunden feiern. Doch kein System ist ohne Fehler, und es kommt alles ganz anders: Als die Riesenechsen außer Kontrolle geraten, ist nicht nur die Besuchergruppe, sondern die ganze Menschheit in Gefahr... 


ERSTE SÄTZE: Das ausgehende 20. Jahrhundert erlebt einen wissenschaftlichen Goldrausch von erstaunlichem Ausmaß: die unbesonnene und überhastete Kommerzialisierung der Gentechnologie. Dieses Projekt entwickelt sich so schnell, mit so viel Held und so wenig Kontrolle von außen, dass seine Dimensionen und Implikationen noch kaum zu begreifen sind.


KOMMENTARE: -

Verlag: Droemer | Seiten: 475 | Preis: 29,99€ als HC | Genre: naturwissenschaftlicher Thriller | Ersterscheinungsjahr: 1991 | Originaltitel: Jurassic Park | ASIN: B00LID083C




INHALT: Der Unternehmer Hammond hat eine Vision: er möchte Dinosaurier gentechnisch erzeugen und so einen Freizeitpark mit Sauriern gestalten. Nach einigen Jahren der Forschung gelingt es tatsächlich auch, die Dinos wurden erschaffen und werden nun zu immer mehr Perfektion modifiziert. Kurz vor der Eröffnung möchte Hammond die Meinung seiner Investoren und Wissenschaftler erfahren und lädt sie auf die Isla Nublar bei Costa Rica ein. Zunächst läuft die Besichtigung gut, doch dann führt ein starkes Unwetter zum Ausfallen des Stroms und damit auch der Elektrozäune, die die verschiedenen Saurier abgrenzt.


MEINE MEINUNG: Den Film zu diesem Buch und auch alle folgenden (also Jurassic Park 1-3 und Jurassic World 1+2) kenne und liebe ich, dementsprechend hatte ich große Hoffnung, dass mir auch das Buch zu Teil 1 gut gefällt. Sprachlich gesehen merkt man ein wenig, dass das Buch schon 30 Jahre alt, trotzdem war die Geschichte flüssig geschrieben und gut zu lesen. Mir als Biologie haben natürlich auch die eher theoretischen Teil rund um die Genetik super gefallen, für manche könnte dieses Thema aber eher lästig sein. Die Spannung wurde konstant aufgehalten und trotz Leseflaute hab ich mich trotzdem immer darauf gefreut, ein paar Seiten in diesem Buch zu lesen.


FAZIT: Ein toller erster Teil, ich freu  mich schon auf den 2. und darauf, mal wieder alle Filme zu schauen und 2022 für Jurassic World 3 im Kino zu sitzen.




Mögt ihr Jurassic Park?


Mittwoch, 6. Februar 2019

Buchrezension #80: Mechthild Borrmann - Trümmerkind

Das Buch musste ich tatsächlich dazwischen schieben, da ich Ende Januar wieder eine Leserunde in meinem Buchclub hatte und jeder das Buch lesen muss. Insgesamt war ich damit vom 21.-24.01. beschäftigt, was für meine Verhältnisse wieder echt flott ist.

KLAPPENTEXT: Steineklopfen, Altmetallsuchen, Schwarzhandel. Der 14-jährige Hanno Dietz kämpft mit seiner Familie im völlig zerstörten Hamburg der Nachkriegsjahre ums Überleben. Es ist bitterkalt, Deutschland erlebt den Jahrhundertwinter 1946/47. Eines Tages entdeckt Hanno in den Trümmern einen etwa dreijährigen Jungen - und daneben eine nackte Tote. Hanno erzählt niemandem von seiner grauenhaften Entdeckung. Doch das Bild der toten Frau verfolgt ihn in seinen Träumen.
Der Kleine wächst bei den Dietzens auf. Erst viele Jahre später wird das einzige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur kommen, das auf fatale Weise mit der Geschichte seiner Familieverknüpft ist...

KOMMENTAR: 

"Ein Buch, in dem Mann versinken kann."
Stern


"Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, das wir nicht vergessen sollten, verpackt in eine berührende Familiengeschichte."

WDR

"Es ist die Mischung aus historischer Roman, Familiengeschichte und Krimi, die Trümmerkind zu einem Leseerlebnis macht."

Focus online


ERSTE SÄTZE: "Erstes wässrig violettes Licht zeigte sich am Horizont, schob sich über Schuttberge, fiel in Bombenkrater und zeichnete die Konturen der Trümmerlandschaft nach. Er kam jetzt schneller voran, konnte sehen, wohin er seine Füße auf dem unebenen Gelände setzen musste."


Verlag: Droemer | Seiten: 300 | Preis: 10,99€ als TB | Genre: Krieg | Ersterscheinungsdatum: 2016 | Originaltitel: Trümmerkind | ISBN: 978-426-30492-1

  







INHALT: Hanno kämpft mit seiner Mutter und seiner Schwester Wiebke nach dem Krieg in Hamburg ums blanke Überleben. Als er, so wie jeden Tag, in den Trümmern nach etwas Nützlichem sucht, womit er auf dem Schwarzmarkt Geld für Lebensmittel und Kohle bekommen kann, findet seine Schwester plötzlich einen kleinen Jungen. Anfänglich überlegt die Mutter, ob sie das Kind behalten soll, entscheidet sich aber schnell dafür, Joost aufzunehmen.
Gleichzeitig wird in Uckermark Gut Anquist als Flüchtlingsunterkunft genutzt, in der die Familie Anquist nicht mehr willkommen ist, weshalb sie sich letztendlich auf den Weg zu einem Familienfreund nach Spanien machen.
45 Jahre später lebt Anna ein beschauliches Leben in Hamburg mit ihrer ehemals alkoholkranken Mutter, welche ihr damals wie heute grundsätzlich für alles, unter anderem auch für ihre eigene Sucht, die Schuld gibt.

MEINE MEINUNG: Wie man wahrscheinlich bemerkt hat, fällt es mir schwer, eine Inhaltsangabe zu schreiben, denn wir haben insgesamt eigentlich 4 Handlungsstränge, die sich irgendwann zusammenfügen werden.
Zunächst fand ich den Schreibstil des Buches sehr gut, ich hab gerne dazu gegriffen und bin auch schnell voran gekommen. Abgesehen davon mochte ich die Geschichte um Hanno und den kleinen Joost unheimlich gerne, die Geschichte um Gut Anquist fand ich nicht ganz so interessant, ebenso wie die beiden Handlungsstränge in der Gegenwart (den zweiten kann ich hier leider nicht beschreiben, da er zu viel vorweg greifen würde), sie waren allerdings nun mal notwendig für die Geschichte. Insgesamt hätte ich mir, vor allem, weil dies das erste Buch für mich war, das im Krieg spielt, mehr Informationen aus dem damaligen Leben gewünscht, mir hätte es dementsprechend auch nichts ausgemacht, wenn das Buch mehr Seiten gehabt hätte. Zudem fand ich die Aufklärung am Ende des Buches doch ziemlich flott (deshalb ist da Buch übrigens als Krimi deklariert, was meiner Meinung nach aber keiner war), auch hier hätten ein paar Seiten gut getan. Alles in allem ein Buch, das man definitiv nicht lesen kann, vollends begeistert war ich aber nicht. Falls man aber Geschichten, die in der Nachkriegszeit spielen mag, kann ich das Buch definitiv empfehlen.







Lest ihr gerne Kriegsgeschichten?